Buchpräsentation: Volksabstimmungen und andere Grenzlösungen nach dem Ersten Weltkrieg

07.09.2021 17.00 - 19.00
Klagenfurt am Wörthersee, Kärntner Landesarchiv, St. Ruprechter Straße 7
Im September 2020 fand in Klagenfurt das Symposium 'Plebiszite als Akt der nationalen Selbstbestimmung' statt, bei dem Historiker aus Dänemark, Deutschland, Polen, Slowenien und Österreich sich mit dem Thema befassten. Die Veranstaltung war Teil des vom Land Kärnten initiierten Projektes 'CARINTHIja 2020'. Die Beiträge der Referenten wurden in einem von Dr. Claudia Fräss-Ehrfeld herausgegebenen Tagungsband, der im Verlag des Geschichtsvereines für Kärnten erschienen ist, veröffentlicht. 
Nach dem Ersten Weltkrieg trafen sich in Paris die alliierten Siegermächte ab Jänner 1919 zur Friedenskonferenz. Reiche waren zerfallen - es galt, eine große Zahl von Grenzen zu regeln. Man wollte eine neue Art des Friedenschließens; der Ruf nach 'Selbstbestimmung der Völker' war allgegenwärtig. Folglich erlebte auch die Idee der Volksabstimmung eine Blütezeit. Von vielen Seiten, auch von Wien, wurde die Forderung nach Plebisziten an die Konferenz herangetragen. Trotzdem haben die alliierten Friedensmacher dieses Instrument nur sehr sparsam eingesetzt. Volksabstimmungen waren langwierig und kostspielig, schnelle Entscheidungen am Grünen Tisch angesichts des Wusts an Problemen zielführender.
Bild: Cover des Buches 'Volksabstimmungen und andere Grenzlösungen nach dem Ersten Weltkrieg'
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