Stadtgemeinde Bleiburg/Pliberk

Manfred Deix trifft Werner Berg.

Bleiburg/Pliberk
Ausstellung im Werner Berg Museum und auf Fassadenplanen in der Innenstadt, Symposion. Bleiburg/Pliberk, Slovenj Gradec
Werner Berg, Der Windische Hahnenschrei, 1947; Manfred Deix, Foto: Stadtgemeinde Bleiburg
In der Gegenüberstellung der charakteristischen Menschendarstellungen von Manfred Deix und Werner Berg finden Eigentümlichkeiten und Besonderheiten der Menschen einer bestimmten Region ihren künstlerischen Niederschlag. Gleichzeitig wird nationalistischer Selbstherrlichkeit, bösartigem Chauvinismus und bornierter Verklemmtheit durch überspitzte Darstellung eine klare Absage erteilt. Anhand des schmalen Grates zwischen Typologie und Karikatur werden zentrale Fragen der Gruppenidentität – der sogenannten „völkischen Eigenheiten“ – bildhaft erörtert. Großflächige Fassadengestaltungen erweitern die Ausstellung in den öffentlichen Raum, Skulpturen von Werner Hofmeister im Garten des Museums thematisieren Zeichen und Ursprung.

Ausstellungsdauer: 1. Mai bis 31. Oktober 2020
www.wernerberg.museum



Nach so viel Leid, mit dem die Erinnerung an die nationalen Konflikte nach den beiden Weltkriegen und die Schrecken des Nationalsozialismus für die Menschen Südkärntens oft verbunden sind, muss es möglich sein, mit einem Augenzwinkern auf vermeintlich „völkische“ Eigenheiten zu blicken. Absichtlich unernst, widersetzt sich die Ausstellung dem Wunsch, Menschen wie auch Kunstwerke zu kategorisieren, sie nationalistischen Normen unterzuordnen. Sie zeigt vielmehr, wie Eigentümlichkeiten und Besonderheiten der Menschen einer bestimmten Region ihren künstlerischen Niederschlag finden, wie aber auch nationalistischer Selbstherrlichkeit und bösartigem Chauvinismus durch überspitzte Darstellung eine klare Absage erteilt werden kann. Die Gegenüberstellung zeigt, welch großartiger Zeichner von Menschen Manfred Deix war und eröffnet gleichzeitig eine neue Sichtweise auf den tiefgründigen, durchaus an die Karikatur grenzenden Humor vieler Arbeiten Werner Bergs. Anhand von Werner Bergs Lebenslauf kann die Frage der Wählbarkeit einer Identität, wie auch einer Heimatregion, exemplarisch aufgezeigt werden.Großflächige Fassadengestaltungen erweitern die Ausstellung in den öffentlichen Raum, Skulpturen von Werner Hofmeister im Garten des Museums thematisieren Zeichen und Ursprung. In grenzübergreifender Kooperation mit der Koroška galerija likovnih umetnosti in Slovenj Gradec wird in den beiden Museen ein Symposion zum Thema „Grenzlinien-Razmejitve-Borderlines“ durchgeführt.

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